Bei einer Mauerwerksinjektion wird ein geeigneter Injektionsstoff über ein festgelegtes Bohrbild in den Wandquerschnitt eingebracht. Je nach Ziel kann eine horizontale Sperrebene gegen kapillaren Feuchtetransport oder eine flächige wasserabweisende Zone ausgebildet werden. Wandart, Fugen, Hohlräume und Durchfeuchtungsgrad bestimmen das Verfahren.
Typische Anzeichen
- aufsteigende Feuchte in Sockel- und Wandbereichen
- seitlich durchfeuchtetes Mauerwerk
- Salzausblühungen und wiederkehrende Putzschäden
- mehrschaliges, hohles oder unregelmäßiges Mauerwerk mit besonderem Prüfbedarf
So entsteht die Maßnahme
- Mauerwerksart, Wanddicke und Feuchteverlauf aufnehmen
- Ziel, Sperrebene und Bohrlochraster festlegen
- Bohrlöcher reinigen, Packer setzen und Material kontrolliert einbringen
- Materialaufnahme beobachten und erforderliche Nachinjektion ausführen
- Bohrlöcher schließen und flankierende Abdichtung abstimmen
Ihr Nutzen
Was Sie von uns erhalten
Einordnung des zugänglichen Schadensbilds und der möglichen Feuchtewege
Klare Abgrenzung von erforderlichen Zusatzprüfungen und nicht enthaltenen Leistungen
Nachvollziehbare Vorbereitung der geeigneten nächsten Maßnahme
Für Eigentümer und Verwaltungen
Ein Ansprechpartner statt vieler Einzelwege.
Wir verbinden fachliche Aufnahme, klare Dokumentation und die Vorbereitung der handwerklichen Maßnahme in einem nachvollziehbaren Vorgang. Zuständigkeiten und Freigaben bleiben sichtbar.
Zuständigkeit anfragen →Wichtig für die Planung
Hohlblocksteine, Bruchstein-, Naturstein-, Misch- und mehrschaliges Mauerwerk können Vorinjektionen, Hohlraumverfüllungen oder zusätzliche Bohrreihen erfordern. Eine Horizontalsperre ersetzt keine Abdichtung gegen seitlich eindringendes oder drückendes Wasser.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Horizontal- und Flächensperre?
Die Horizontalsperre begrenzt kapillaren Feuchtetransport nach oben. Eine Flächensperre bildet eine größere wasserabweisende Zone im Wandquerschnitt gegen seitliche Feuchte.
Funktioniert eine Injektion in jedem Mauerwerk?
Nein. Hohlräume, lockere Fugen, große Wanddicken und mehrschalige Konstruktionen müssen besonders berücksichtigt werden.
Sind Bohrlöcher später sichtbar?
Nach der Injektion werden Packer entfernt oder zurückgesetzt und die Bohrlöcher mineralisch geschlossen; Folgeputz wird gesondert abgestimmt.
Konkrete Problemsituationen
