Eine feuchte Sockelzone wird häufig vorschnell als aufsteigende Feuchtigkeit bezeichnet. Seitlicher Feuchtenachschub, ein undichter Wandfuß oder salzbelasteter Altputz können jedoch ein ähnliches Bild erzeugen. Vor einer Injektion werden Mauerwerksart, Wanddicke, Feuchtehöhe und mögliche Flanken geprüft.
Was vor der Maßnahme geklärt wird
Der saarländische Gebäudebestand umfasst unterschiedliche Naturstein-, Ziegel- und Mischmauerwerke. Hohlräume, unregelmäßige Fugen und große Wanddicken beeinflussen die Injektionsfähigkeit. Deshalb wird die Sperrebene nicht schematisch festgelegt, sondern an Aufbau und erreichbarem Arbeitsbereich ausgerichtet.
Typische Anzeichen
- gleichmäßige Feuchtezone oberhalb des Fußpunkts
- Salz- und Putzschäden im unteren Wandbereich
- fehlende oder fragliche Sperrebene
- älteres Misch- oder Natursteinmauerwerk
- seitliche Feuchte als möglicher zusätzlicher Wasserweg
Prüfen, ob Feuchte tatsächlich kapillar aufsteigt
Höhenverlauf, Wandaufbau, angrenzende Böden und Außenbereiche werden gemeinsam betrachtet, bevor eine Sperrebene geplant wird.
- Mauerwerksart und Wanddicke aufnehmen
- Hohlräume und Fugenbild berücksichtigen
- seitliche Feuchtewege abgrenzen
- vorhandene Sperren und Bodenanschlüsse einordnen
Injektionsraster und flankierende Maßnahmen festlegen
Bohrbild, Material und Ausführung richten sich nach dem vorhandenen Mauerwerk. Eine Horizontalsperre ersetzt keine erforderliche Flächenabdichtung.
- Sperrebene zugänglich und durchgängig planen
- Injektionsmaterial objektspezifisch wählen
- Innenwände und Anschlüsse berücksichtigen
- salzbelasteten Putzaufbau gesondert sanieren
Leistungsumfang und fachliche Grenzen klar festhalten
Bei stark hohlräumigem oder unregelmäßigem Mauerwerk kann eine Vorverfüllung oder ein anderes Verfahren notwendig sein. Die Wirksamkeit gegen seitlich eindringendes Wasser wird nicht pauschal versprochen.
- zugängliche Schadenbereiche und vereinbarte Prüfgrundlage dokumentieren
- Abdichtungsflächen, Anschlüsse und Wiederherstellung eindeutig abgrenzen
- verdeckte Zusatzschäden vor weiteren Arbeiten zeigen und abstimmen
- verbindlichen Auftrag erst auf Grundlage eines nachvollziehbaren Angebots erteilen
Von der Anfrage zum Angebot
- Schaden, Objektadresse und Fotos strukturiert übermitteln.
- Persönlichen Ortstermin oder freigegebene fachliche Grundlage abstimmen.
- Feuchteweg, Untergrund und notwendige Anschlüsse eingrenzen.
- Handwerkliche Leistungen und Mengen nachvollziehbar anbieten.
- Beauftragte Ausführung regional koordinieren.
Häufige Fragen
Hilft eine Horizontalsperre gegen jede feuchte Wand?
Nein. Sie richtet sich gegen geeigneten kapillaren Feuchtenachschub. Seitliche Feuchte, Risse oder undichte Anschlüsse benötigen andere oder zusätzliche Maßnahmen.
Kann Natursteinmauerwerk injiziert werden?
Das kann möglich sein, muss wegen Hohlräumen, Fugen und Wanddicke aber objektspezifisch geprüft und geplant werden.
Ist DBR im gesamten Saarland tätig?
Anfragen aus dem Saarland werden regional zugeordnet. Termin, Anfahrt und konkrete Einsatzmöglichkeit werden für die Objektadresse bestätigt.

